Sathya Sai Baba - Ziel aller Reisen

Der Weg einer Amerikanerin zu Sai Baba und mit seiner Führung zu ihrem eigenen Selbst

Zum Buch "Sathya Sai Baba - Ziel aller Reisen" schreibt Phyllis Krystal in ihrem Vorwort: "Warum habe ich die ungeheuerliche Aufgabe auf mich genommen, ein Buch über Sai Baba zu schreiben?" Und weiter erzählt sie dann, dass sie ein Buch über ihre Arbeit von Baba segnen lassen wollte und um die Erlaubnis bat, ein Kapitel über Ihn anzufügen. Worauf Sai Baba sie aufforderte, ein eigenes Buch über Ihn zu schreiben. "Es gibt viele, die besser dazu qualifiziert sind, Seine komplexe Persönlichkeit und Sein voll ausgefülltes, aktives Leben zu beschreiben, weil sie über längere Zeiträume hinweg täglich in Seiner unmittelbaren Gegenwart gelebt haben. [..] Ich habe Ihn immer nur kurz, in jährlichem Zeitabstand besucht. Wenn ich auf diese kurzen Besuche zurückblicke, sehe ich, wie sich allmählich ein Muster abzeichnet, das die Lehrmethode offenlegt, die Er in meinem Fall benutzt. [..] Die Aussagen dieses Berichtes müssen notwendigerweise von meinen ganz persönlichen Erfahrungen handeln, da diese die Grundlage all dessen bilden, was ich heute über Ihn weiss."

Auf diesem Hintergrund ist das Buch "Ziel aller Reisen" entstanden. Darin erzählt Phyllis Krystal, wie sie und ihr Mann zu Sathya Sai Baba kamen und wie Er sie durch viele, sehr schwierige Lebenssituationen begleitete und auf dem spirituellen Weg führte. Sie schildert in diesem Buch, wie diese persönlichen Erfahrungen in Beziehung zur Lehre von Sathya Sai Baba stehen.

Wie Sathya Sai Baba Phyllis Krystal bei einer Flugzeugentführung rettete
Besonders eindrücklich ist, wie Sathya Sai Baba sie und ihren Mann bei einer Flugzeugentführung rettete. Sie waren beide von Bombay (heute Mumbay) auf dem Rückweg nach London. Es gab einen Zwischenhalt in Bahrein und in Beirut. Kurz nachdem sie Beirut verlassen hatten, wurde über Lautsprecher in gebrochener englischer Stimme mitgeteilt, dass die Maschine entführt sei. Phyllis beschreibt in ihrem Buch, wie sie darauf reagierte: "In mir flammte die Erinnerung an unseren ersten Besuch bei Baba, 1973, auf, bei dem Er die beiden amerikanischen Eheleute zurechtgewiesen hatte, weil sie vergessen hatten, Ihn um Hilfe anzurufen, als sie in ihrem Taxi kurz vor dem Zusammenprall mit einem Lastwagen standen. Auch mein stilles Gelübde fiel mir ein: Ihn immer um Hilfe anzurufen, wenn ich jemals in Not geraten sollte. Ich begann lautlos "Baba, Baba, Baba'" zu rufen, mit aller Intensität und Dringlichkeit, zu der ich fähig war."

Zwei verbissen aussehende Araber kamen mit Maschinengewehren und Pistolen bewaffnet aus der Führerkanzel. Sie machten sich daran, Taschen mit Dynamit zu füllen und im Flugzeug zu verteilen und mit Draht zu verbinden. Doch lassen wir Phyllis Krystal selber erzählen:

"Während all dieser Vorgänge hatte ich mich ständig auf Baba konzentriert, und zu diesem Zeitpunkt war mir, als hörte ich Seine Stimme in meinem Kopf, die mir sagte, ich solle den Entführern Liebe schicken. Diese Aufforderung schockierte mich beträchtlich, besonders, weil ich in ihre Gesichter sah und ihre Augen voller fanatischem, exaltiertem Hass. Meine erste Reaktion war: "Oh Baba, wie soll ich das machen?", fügte aber gleich hinzu: "Bitte, sende Du ihnen Liebe durch mich, denn nur Du kannst den Gott in ihnen sehen, der, wie Du versicherst, in jedem von uns ist." Danach lehnte ich mich in meinen Sitz zurück und liess Babas Liebe durch mich hindurch zu den beiden hasserfüllten Männern fliessen. Die Wirkung entging mir nicht. Der eine, der die Alkohol- und Parfümflaschen ausleerte, wurde so nervös, dass er sein Handgelenk an den Scherben schnitt. Er musste seine Tätigkeit unterbrechen, um den Schnitt mit einem behelfsmässigen Verband zu versorgen. Er zog ein Taschentuch aus der Tasche, wollte aber sein Gewehr dabei nicht aus der Hand legen, und so benutzte er wieder die Zähne, um den Verband zu verknoten. Beide Männer wurden zunehmend nervöser. Ihr herausforderndes Auftreten, das sie so widerwärtig zur Schau gestellt hatten, als sie das Flugzeug eben übernommen hatten, verschwand."

Die Maschine bekam nach einer Irrfahrt Landeerlaubnis in Amsterdam, wo die Entführer überraschend den Passagieren eine kurze Zeit zugestanden, die Maschine über Notrutschen zu verlassen, bevor sie versuchten, diese in die Luft zu sprengen. Phyllis Krystal schreibt: "Baba hat oft gesagt, dass Er niemals in das Karma eines Menschen eingreifen würde, dass Er es aber im Bereich des Möglichen mildern und helfen wird, es durchzustehen. Er sagt, dass wir alle über einen freien Willen verfügen, gegen den nicht einmal Er intervenieren würde. Es ist unserer persönlichen Entscheidung überlassen, ob wir uns bewusst Seiner Obhut und Hilfe anvertrauen wollen. Die tiefe Einsicht, die ich aus der Entführungsgeschichte gewonnen hatte, ist, dass Baba von uns erwartet, dass wir willens sind, unseren Teil beizutragen. Wir müssen Ihm gestatten, dass Er uns in bestimmten Situationen so einsetzt, wie Er es für richtig hält. Ich war mir gewiss, dass allein die Kraft Seiner Liebe stark genug sein konnte, die beiden Entführer von ihrem ursprünglichen Plan abzubringen, das Flugzeug mitsamt den Passagieren zu sprengen. Erst acht Jahre später bestätigte uns Baba, dass es tatsächlich so gewesen war. Wir vergessen so leicht, dass wir unseren Teil dazu beisteuern müssen, um etwas durchzuführen, indem wir auf unseren Eigenwillen verzichten und akzeptieren, dass Sein Wille unser Leben dirigiert - uns, die Welt, in der wir leben und die Menschen, mit denen wir zu tun haben."

Den Glauben in die eigene Erfahrung stärken
Wie hat Sathya Sai Baba Phyllis Krystal bestätigt, dass Er es war,der Phyllis und die Passagiere rettete? Acht Jahre später rief Sathya Sai Baba Phyllis Krystal und ihren Mann zu einem Interview, bei dem Dr. Bhagavantam dolmetschen sollte. In ihrem Buch beschreibt sie diese Szene so: "Kaum hatten wir uns zu Seinen Füssen hingesetzt, drehte sich
Baba zu mir herum und sprach mich in Englisch an. Ich glaube, Er sagte: "Und wie war die Entführung, Mrs. Krystal?" Ich dachte, ich hätte mich verhört, da jenes Ereignis volle acht Jahre zurücklag. Ich war mir so sicher, dass ich Ihn falsch verstanden hatte, dass ich Ihn bat, Seine Worte zu wiederholen. Er tat es, und zwar mit einem Klang in der Stimme, der mir zu verstehen gab, dass ich schon richtig gehört hatte. Ich war immer noch ausserstande, eine Antwort zu finden, aber Baba wartete gar nicht darauf. Er begann, das ganze Erlebnis bis in die kleinsten Einzelheiten zu beschreiben - auch die Art und Weise, wie jeder einzelne von uns reagiert hatte, und wiederholte sogar Wort für Wort, was wir zueinander gesagt hatten. Es war, als sei Er damals vor all diesen Jahren mit uns im Flugzeug gewesen. Was Er wusste, zeugte von Fähigkeiten, die kein normales menschliches Wesen haben konnte. Er genoss unsere Verblüffung offensichtlich und erzählte Dr. Bhagavantam beiläufig, dass das Flugzeug mit Seiner Liebe angefüllt gewesen sei. Dann drehte Er Sich zu mir um und sagte: "War es nicht so, Mrs. Krystal?" Dann bestätigte Er uns, dass es Seine Liebe gewesen war, die das Flugzeug und alle Passagiere gerettet habe. So sprach Er auf die selbstverständlichste Art der Welt das aus, was ich gedacht und gefühlt hatte, als ich in mir Seine Stimme hörte, die sagte, ich solle den Entführern Liebe schicken. Ich hatte geantwortet, ich würde ihnen Seine Liebe schicken, wenn Er sie durch mich fliessen lassen wollte. Als diese Erinnerung plötzlich in meinem Gedächtnis aufleuchtete, lächelte Er, nickte mit dem Kopf und sagte: "Ja ich hörte dich." Jetzt, nach acht Jahren, wusste ich ohne irgendeinen Zweifel, dass nichts Einbildung gewesen war. Ich hatte Ihn gehört, und Seine Liebe war durch mich hindurch zu den Entführern geströmt, und das hatte, wie Baba nun versicherte, die Katastrophe tatsächlich abgewendet. Ich brachte nichts mehr über die Lippen, als mit tränenerstickter Stimme zu sagen: "Danke, Baba, für das wunderbare Geschenk der Errettung all dieser Menschen, und dass Du mir nun bestätigst, dass es wirklich so gewesen ist, wie ich es erlebt habe."

Weshalb hat Sathya Sai Baba 8 Jahre gewartet, um Seine Hilfe Phyllis zu bestätigen? Er benutzte diese Erfahrung, um die wiederkehrenden Zweifel, die Phyllis Krystal hinsichtlich ihrer inneren Erfahrungen hatte, endgültig aufzulösen und sie in ihrem Glauben an ihre innere Erfahrung zu bestärken. Dies war besonders wichtig, weil sie in der Entwicklung ihrer Visualisierungsmethode, in Seminaren und in der Arbeit mit Menschen dieser inneren Erfahrung vertrauen musste.



Artikelnummer: D1065
CHF 15.00

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